Wanderung durch Mittelerde

Da habe ich doch gestern tatsächlich auf speichern geklickt, anstatt den Artikel zu veröffentlichen. Hier also der Artikel von gestern über die Wanderung von gestern….

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Heute war wieder Arsch-Hoch-Wandertag mit dem Wokstof und der Hannöse. Es ging weiter mit dem Rund-Um-Wuppertal-Weg von der Pülsöhde in Langerfeld über den Ehrenberg nach Kemna runter, wieder den Berg rauf und wieder runter nach Wuppertal Beyenburg mit der alten Klosterkirche und dem Stausee.

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Um den See rum ging es dann wieder in den Wald und den Berg hoch, bis wir auf den Höhen angekommen waren. Schöner Moment: Hannöse liest aus dem Wanderführer vor: „(…) können sie ringsum das wundervolle Panorama der bergischen Höhenzüge bewundern.“ Um uns herum nur dichtes Weiß. Nebel soweit das Auge eben nicht reicht, geschätzt 70 Meter Sicht. Da hatten wir die Bushaltestelle, die wir als Etappenziel ausgeguckt hatten, aber auch schon erreicht.

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Hier seht ihr einen kleinen Zeitzeugen auf dem Ehrenberg, nicht weit vom ehemaligen KZ-Kemna. Nicht den gruseligen Elf, sondern den privaten Minibunker. Der Transport wäre sehr teuer, daher steht er noch immer auf der Wiese. Die Besitzerin des Hofes hat selbst als Kind in Bombennächten mit ihren Eltern dort drin gesessen. Beschuss wird es genug gegeben haben, denn in dem Tal weiter südlich, in das wir von hier aus abstiegen, war und ist nich einiges an Industrie. Zwei Firmen sitzen dort, die jeder von Euch kennt und von denen jeder etwas zu Hause hat: Vorwerk, produziert Staubsauger, Küchenmaschinen und Teppiche und die Firma Erfurt stellt so ziemlich jede deutsche Raufasertapete her. So viel zum Thema „aus Wuppertal kommt nix gescheites“. Tz. Banausen

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Diese Etappe der Wanderung war unglaublich befriedigend! Drei wirklich anspruchsvolle Anstiege, wechselnde Landschaft, tolle Bauwerke und immer wieder der Moment, in dem man sich freut wo man lebt.
Ich hätte problemlos noch weiter laufen können, aber dann hätte ich mich auf jeden Fall übeenommen. So wars perfekt.

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Daheim angekommen ging es erst einmal eine Stunde mit Lektüre in die Wanne, später kamen dann die Wanderhühner zum Abensessen rum. Aus ihrer Bonner Heimat brachte die Hannöse das hier mit:
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Postelein Salat. Sieht unglaublich witzig aus, ein wenig wie mutierte Brunnenkresse. Schmeckt wie eine Mischung aus Feldsalat und Rucola. Lecker und frisch! Auch wenns nach Bonn nur 80 Km sind, hier kennt und bekommt man den nicht. Schade!

Dazu gab es Bratkartoffeln, Fischstäbchen und Spiegelei. Ja, alles auf einmal. War aber auch nötig 😀 Nach dem Essen schauten wir Totoro und nun geht es endlich ins Bett!

Ps: Meine Mum hat heut morgen verschlafen, sie hätte auch mit gewollt. Vermutlich gehe ich kommende Woche die Strecke noch einmal mit ihr…..

Hier noch die Tour aus der Sicht vom Wokstof, der auch einen kleinen, aber sehr feinen Blog betreibt!