Was Handarbeiten kosten- und was sie wert sind.

Schon seit längerer Zeit schleiche ich um ein Handarbeitsmagazin aus Frankreich herum und überlege mir, ob ich tatsächlich bereit bin, inklusive Versand 12 Euro zu bezahlen, um es zu bekommen. Klar, bin ich. Ich habe über Jahre hinweg genau diesen Preis bezahlt um an das englische Cross Stitcher Magazin zu kommen, bevor ich ein Abo zum Geburtstag geschenkt bekam. Und Vorlagen sind nunmal immer recht kostspielig.

Aber wieso auch nicht, immerhin steckt viel Arbeit dahinter und in einem solchen Magazin sind meist bis zu 70 verschiedene Designs, da ist es hochgerechnet sogar sehr günstig, vergleicht man es z.B. mit einzelnen Vorlagen bei Etsy, dawanda und Co.

Es kommt immer auf den Umgang an. Wenn ich mir eine Vorlage kaufe und im Original alles abstreiche und darauf rumkritzel, habe ich natürlich viel Geld zum Fenster rausgeworfen. Daher, für die Stickfrischlinge (von denen ich weiß, dass einige hier mitlesen), macht euch immer, wirklich IMMER ausreichend Kopien für euren Eigenbedarf! Lernt aus meinen Fehlern. Die ein oder andere Vorlage habe ich mir in meinen Anfängen zerschossen, heut ärgere ich mich.

Ob das denn nicht eigentlich rausgeschmissenes Geld wäre? Denn immerhin würde man ja nicht nur jede Menge Zeit verlieren (!), wenn es fertig ist macht man doch eh nichts mehr damit. Zeit für Schnappatmung. Gedanken sammeln. Zeitverschwendung? Im Gegenteil. Während er nur auf der Couch sitzt und RTL Nitro schaut, trainiere ich gleichzeitig meine grauen Zellen und arbeite an meiner Feinmotorik. Und ich mache KUNST, du ignoranter Arsch! Deine Sammlung von schlechten Actionfilmen oder Tittenbildchen war sicher genauso teuer wie meine Garne. Und schließlich ist der Playboy ja auch künstlerisch wertvoll, nicht wahr? Also, setzen, sechs! Pffffffft….

Ich weiß nicht, wie es bei euch Stitchies, Crafters, Knitters da draußen ist, aber für mich ist jedes Teil das ich mache ein Erinnerumgsanker. Ich weiß genau in welcher Situation ich war als ich es machte, was mir durch den Kopf gegangen ist, was mich beschäftigt hat. Ich weiß, wie viel Arbeit es war und welche Mühen es mir unter Umständen gemacht hat. Aber ich erinnere mich auch immer, wie viel Spaß ich hatte. Und das ist es doch eigentlich, weshalb wir das machen. Weil es uns Freude bereitet, weil es uns entspannt und, wenn wir etwas für andere machen, wir auch immer einen Teil von uns geben. Über den Wert von Handarbeiten ist also nicht zu diskutierten.

 

Bild: Monika-arnold.com

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Wer die Wahl hat…

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…hat die Qual! Handarbeiten an einem regnerischen Sonntag. Es ist mollig in der Wohnung und es duftet nach Bratkartoffeln, weil der Mann kocht. Herrlich.
Geschlafen wurde heute überraschend lang. Bis zwei Uhr! Irre! Selten fühlte ich mich so erholt^^ Euch allen noch einen schönen Sonntag!

Baaaaaad moooooood…..grrrrrr


Also heute scheint es ja nicht schöner zu werden als gestern schon. Was ist bloß los mit dieser Woche?! Und das, obwohl morgen Feiertag ist und man ganz entspannt sein könnte. Dieses kleine, fluffige und muffige Rußmännchen drückt wirklich wunderbar meine Stimmung aus. Aufgeplustert und lustlos, so fühle ich mich. Ich bin mir nicht sicher, ob das am Wetter liegen könnte, denn eigentlich bin ich Schlecht-Wetter-Enthusiast. Es gibt für mich eigentlich kein schlechtes Wetter. Wenn die Sonne scheint, gehe ich in die Sonne, wenn es regnet, beschäftige ich mich mit meinen Handarbeiten. Oder gehe bei Regen wandern, das mache ich auch gerne. Im Bergischen Land sieht das auch noch toll aus, weil dann der Nebel in den Bäumen hängt. Heimelich. Aber im Moment ist mir eher nach verkriechen. Wobei ich auch genau weiß, dass ich nicht im Bett bleiben würde, wenn ich mir da nun einmuckeln würde. Sagen wir so, ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden und weiß nichts mit mir anzufangen.
Die Mittagspause fällt für mich heute aus. Nicht nur, dass ich nicht in den Regen raus möchte, ich bin auch noch immer pappsatt von meinem Frühstück, das ich im Grunde erst vor einer halben Stunde beendet habe. Joghurt mit Melone. In einer etwas….umfangreicheren Menge. Da ich mir über den Tag verteilt eine Flasche Hohes C zuführen werde ( seit es die Sorte Milde Orange gibt, bekomme ich keine Magenschmerzen mehr von O-Saft, yeay!), wird das Abendessen eventuell etwas schmaler ausfallen. Mal sehen, 16 Punkte bleiben mir noch, was nicht wenig ist. Naja….erstmal den Arbeitstag rumkriegen, ich bin dann mal wieder in meinen Tabellen verschwunden….
Das Bild für den Fluff ist übrigens bei der Amy geklaut….

Cross Stitcher 248

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Endlich ist er da, der neue Cross Stitcher. Traurig eigentlich, dass ich ihn schneller und günstiger bekomme, wenn ich ihn bei ebay in England bestelle, als bei Grauert am Hauptbahnhof Düsseldorf. Jetzt erstmal ein bisschen schmökern…

Für alle Mädels noch zwei Tipps:

1. Das Schuhgeschäft Wagner am Loh ( Schwebebahn bis Loher Brücke, dann rechts rum), verkauft gerad alle Stiefel mit langem Schaft für den halben Preis. Ich kaufte mir da heute schöne warme Stiefel von Riecker für 35 Euro, anstatt für 70.
2. Solltet ihr mal Schuhe mit einer Oberfläche aus Polyester kaufen, sprüht sie nie, nie nie nie mit Impregnierspray ein……das verätzt irgendwie die Oberfläche….o_O

Farbenpracht

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Das letzte Päckchen Garn ist heute angekommen! Anchor Multicolor, ein wunderschönes Farbverlaufsgarn! Jetzt brauche ich dafür nur noch Vorlagen 😉

Als Ausweichprogramm zum Schwimmen haben wir die Miriam besucht, die uns mit einem leckeren Teller Spaghetti begrüßte. Sie bot uns ein weißes Pulver zum Würzen an, das einfach phantastisch schmeckt. Es heißt wohl Mezir oder so ähnlich und schmeckt leicht nach Knoblauch und Weihnachten. Sehr lecker, danke dafür 🙂 .

Beute!

Als ich heute von der Arbeit kam, platzte der Briefkasten aus allen Nähten. Ein Teil meiner Beute der letzten Tage ist angekommen. Abgesehen von zwei Soundtracks ( Shrek und Brokeback Mountain), kam eine ganze Menge Stickgarn von Anchor an.

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Nun bin ich damit beschäftigt, es auf kleine Kärtchen zu wickeln, damit ich es in Kästen sortieren kann. Schon seit Wochen suche ich ein Handarbeitsgeschäf welches diese Boxen führt und NICHT gerade Urlaub hat. Gott sei Dank erreichte ich gestern Frau Flasdick von der Stickgalerie Flasdick, die mir morgen trotz Urlaub Tor und Tür öffnen möchte. Die Stickgalerie ist im übrigen ein Geheimtipp für alle, die gerne sticken und auch für die, die einfach schöne Dinge mögen. Hier gibt es immer etwas zu entdecken, da das Ehepaar Flasdick sich immer große Mühe gibt und alles ( zwei Etagen eines Wohnhauses!!!) je nach Saison mit sehr viel Liebe zu gestalten. Natürlich verleitet das hin und wieder zu Lustkäufen *räusper*.
Bei ebay.co.uk kaufte ich einen riesen Paket von 75 Döckchen Garn von Anchor für ziemlich kleines Geld.

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Ich wusste, dass die Garne in Pakistan und nicht in Frankreich gefärbt wurden, doch hatte ich die Hoffnung, dass die Farben identisch sind. Leider, leider habe ich zu hoch gepokert, die Farben weichen minimal ab. So mag das nicht schlimm sein, wenn ich allerdings große Flächen mit dem einen Garn beginne und mit dem anderen weitersticke, sieht man den Unterschied sofort. Schade also.
Seit dem 28. Dezember ist dir neue Ausgabe des englischen Stickmagazins The Cross Stitcher raus. Normalerweise bekomme ich diesen problemlos bei Grauert am Düsseldorfer Hauptbahnhof, aber seit einigen Monaten haperts da ein wenig…..Für einen geringeren Preis kommt das Heft nun aus England.

Meine Punkte habe ich heute tapfer eingehalten. Wenn ich morgen die Zeit finde ( und das sollte ich eigentlich mal), geht’s morgen eine Runde schwimmen. Bis dahin, euch allen eine gute Nacht!

DIE Weihnachtsdecke

Zauberhaftes Stickdesign!

Zauberhaftes Stickdesign!

Irgendwann Ende Oktober war ich mit meiner Mutter bei Frau Degenhardt in ihrem kleinen, entzückenden Handarbeitsladen in Remscheid-Lennep. Der Laden ist sooo unfassbar winzig und so voller toller Dinge, dass man sich kaum um sich selbst drehen kann. In einem Anfall von Wahnsinn erlagen wir einem enormen Kaufrausch und mein absolutes Lieblingsprojekt der letzten Jahre begann: Die Damastdecke in Aubergine mit den Heiligen Drei Königen von RicoDesign. Eigentlich, so dachte ich, schnell zu sticken, da nicht sonderlich feingliedrig. Der Teufel lag hier jedoch im Detail: Metallgarn….grrr…so ein Mistzeug! Der Faden frimmelt sich super schnell auf und lässt sich nur widerspenstig sticken. Ich dachte eigentlich, dass ich schneller durchkommen würde, doch schon nach anfänglichen Problemen ( Die Decke auf Links zu sticken ist wirklich dämlich) wurde klar, dass es kurz vor Weihnachten werden würde, ehe sie auf den Tisch kommt. Die ein oder andere Nachtruhe musste zwar dran glauben, aber es hat sich gelohnt! Meine Mutter zeigte mir, wie ich die Fäden nicht auf der Rückseite der Decke, sondern auf der Vorderseite unter der Stickerei vernähen kann. Ich wusste, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe, als mein Männchen letzte Woche nach dem Aufräumen die Decke wieder auf den Tisch legte und dabei nicht bemerkte, dass es die Rückseite war, die oben lag. So muss das sein! 😀

Sticken, Stricken und Häkeln sind im Übrigen wirklich ideal, um sich vom Naschen abzuhalten! Denn wer will schon mit klebrigen oder fettigen Fingern riskieren, die schöne Arbeit zu ruinieren?!