Unbefriedigt

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Mittagspause, kein großer Hunger, aber Lust was mit den Kollegen zu essen. Immerhin ist so eine Mahlzeit ja in erster Linie soziale Anbindung. Wie dem auch sei. Mein Folienkartoffeldealer ( ja, ein Wort!) hat gerade frisch renoviert und deswegen leider den Ofen noch nicht wieder angeschlossen. Verflucht sei er! Das neue Design ist scheußlich! Es ist alles so…..orange….ich mag orange nicht ( ja Carina, ich weiß, du liebst es….)
Also keine Folienkartoffel für mich. Chinesisch war mir zu fettig, Sushi zu teuer, die Frau beim Libanesen ist mittags immer total überfordert und Nordsee, nee, da ess ich nicht. Also blieb nur der Inder. Der schlechteste Inder aller Zeiten. Jedenfalls sein Essen. Aber ich hab gedacht, ich gebe ihm noch eine Chance.
Ich wählte Chicken Palak, also Huhn mit Spinat. Kleine Portion, denn mein Hunger war ja mehr ein Hüngerchen.
Ich fasse es nicht, wie man so ein Gericht so fad kochen kann. Es schmeckte effektiv nach Nichts. Vielleicht ein bisschen nach altem Huhn. Altes Huhn an den Füßen. Bäh. DAS waren verschwendete Punkte…..ich muss noch nachgucken, wie viele es waren, aber aufregen kann ich mich ja jetzt schon mal…..

Fairly (ge)Nuts(t)?!

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Heute ist mieses Wetter in Wuppertal. Und meine Laune ist auch mies, wegen der Gewichtszunahme. Da ist es natürlich toll, dass Ben& Jerry´s auf ihrer Deutschlandtour heute einen Stop an der Uni gemacht haben. Die gierige Meute der Studierendenschaft stürzte sich natürlich umgehend auf die leckeren Schweinereien.

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Eigentlich, fand ich Ben& Jerry´s immer ziemlich cool. Auch wenn ich die wenigsten Eissorten von ihnen mag- nach dem zweiten Löffel schmeckts irgendwie immer etwas fad- war ich immer hellauf begeistert von ihrem Anspruch an Fairtrade und Nachhaltigkeit. Heute überraschten sie mich sogar damit, dass sie Unterschriften sammelten, damit Milchkühe in Europa bessere Lebensverhältnisse bekommen. Find ich sehr gut, da bin ich absolut d´accord.

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Während ich mein abgegriffenes Gratiseis schnabulierte, das mich 8 zuckersüße Punkte kostet, recherchierte der Mann, wozu Ben& Jerry´s denn gehört. Zu keinem sagte ich in inbrünstiger Überzeugung, Ben& Jerry´s wird sich und seine Ideale doch nicht an irgendeinen Multikonzern verkauft haben. Doch, haben sie. Schon im Jahr 2000 verkauften Ben und Jerry ihre tolle Eisidee für 326 Millionen US- Dollar an Unilever. UNILEVER! Ein Konzern, der Sumpfwälder an der Elfenbeinküste trocken legen lies, um Palmölplantagen anzulegen. Ein Konzern, der auch in Sumatra den Raubbau an Regenwäldern fördert. Ein Konzern, der auch im Kongo Regenwald und Bevölkerung ausbeutet. Überlegt euch mal, was Ben& Jerry´s so cremig macht? Pflanzenfett. Pflanzenfett? Palmöl!
Fies sind die Leute von Unilever auch noch. Lest euch mal den Artikel bei Wikipedia zu Unilever durch, dort erfahrt ihr, wie man locker Strafgelder einsparen kann, die man wegen Kartellbildung zahlen muss.

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Mein 8-Punkte-Eis ist mir persönlich jetzt ziemlich im Hals stecken geblieben. Ich finde es immer schön, wenn ich die Wahl habe. Ich kenne viele Menschen, die sich wirklich viele Gedanken um Nachhaltigkeit machen und auch versuchen, soweit es geht darauf zu achten, welchen Konzernen sie ihr Geld in den Rachen werfen. Bei Ben& Jerry´s hat man diese Wahl nicht, denn sie schreiben nicht auf ihre Verpackungen, dass sie zu Unilever gehören. Schade, aber das „Fairly Nuts“ war das letzte Ben& Jerry´s meines Lebens.