Rund um Wuppertal Etappe 1&2

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Am Samstag war Partytime im Hause der Petzikowski & Co. KG und es wurde prophezeit, dass wir Mädels es auf keinen Fall schaffen würden, am nächsten Morgen unsere Hintern zu bewegen und wandern zu gehen. HA! Und ob! Trotz ganz minimaler Katerstimmung machten wir uns am frühen Vormittag mit der Bahn auf den Weg zum Ausgangspunkt der ersten Etappe des „Rund-um-Wuppertal“ Weges in Remscheid-Lüttringhausen.

Ich bin diesen Weg vergangenes Jahr schon in Teilen mit dem Wokstof und seiner Hannöse gegangen und damit meine Lala ihre neue Stadt in allen Facetten kennen lernen kann, gehe ich ihn mit ihr noch einmal in Gänze.

Eine Etappe wäre für Pussies gewesen, daher haben wir gleich zwei gemacht. Auf und ab und die meiste Zeit durch Wald und Wiese, vorbei an der Ronsdorfer Talsperre und bis an unser Tagesziel, das Paradies in Wuppertal-Sudberg. Auch wenn ich mit nicht vorstellen kann, ausgerechnet da das Paradies zu finden 😀

Knapp 19 Km haben uns angemessen geschlaucht und wir waren glücklich, hinterher geduscht und mit Futter im Bauch auf der Couch zu sitzen. Da für das Lalabärchen nun erst einmal Urlaub angesagt ist, wird die nächste Etappe ein paar Wochen warten müssen. Aber man kann ja zwischendurch auf andere tolle Wege in der Umgebung ausweichen.

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Die Sonne war hier!

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Nach einem wundervollen Haferflocken-Frühstück, das ich nur unter Abgabe eines Milchzolls genießen durfte und einer weiteren Runde „ich lümmel noch im Bett rum weil es ist Sonntag und mein einziger „freier“ Tag in der Woche“, rissen gegen Mittag die Wolken auf und die Sonne kam raus.

Die hätte sich auch trauen sollen sich nicht zu zeigen, nachdem ich gestern den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein in der Uni gesessen habe um mich mit Hilfe eines Seminars selbst besser kennen zu lernen.

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Wir fuhren mit unseren Hörnchen in die Schweiz. In die Elfringhauser Schweiz, das liegt so in etwa zwischen Wuppertal und Hattingen, aber mehr in Hattingen als in Wuppertal. Es ist kein Bergisches Land mehr, aber auch noch nicht das Ruhrgebiet. Es ist Grenzland zwischen dem bergischen Rheinland und dem märkischen Westfalen. Also rein von den Gemütern her können da nur richtig, richtig schwiergie Menschen leben 😀

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Sogar die Bäume hier sind irgendwie anti. Und stur. Vielleicht symbolisch für die Westfalen. Da hängt also irgendjemand ein Betreten Verboten Schild auf. Das passt dem Baum zwar nicht, aber er kann nicht wirklich was dagegen machen, also entscheidet er sich einfach das Schild zu absorbieren bis man es nicht mehr sieht. Das macht man in Westfalen so. Man ist erstmal dagegen und möppert und wenn man nichts ändern kann, dann ummantelt man das Übel…..

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Das es hier aber auch bergisch ist, sieht man an den Höfen und Wohnhäusern. Wunderbares Fachwerk. Darf windschief sein. Muss aber nicht.

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Und da liegt sie, die Elfringhauser Schweiz. Der Blick Richtung Wuppertal gerichtet. Irgendwo da hinterm Horizont. An diesem Punkt waren wir schon auf unserem „Frei-Schnauze-Weg“. Die Wanderroute, die wir uns aus dem Internet gezogen hatten, hatte uns schon auf dem ersten Kilometer verlassen. So Angaben wie „an einer Bank mit einer wundervollen Aussicht auf das Felderbachtal gehen sie vorbei und dann sofort rechts“ helfen einem wirklich überhaupt nicht weiter, wenn man sich bei jeder Bank fragt: „Okay, hier ist eine Bank. Aber ist das das Felderbachtal? Geht´s hier rechts?“ Vielen Dank für nichts, doofer Typ von der doofen Seite im doofen Internet.

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Ich hatte um die Strecke zu tracken meine Runtastic App angeschmissen und so konnten wir einfach weiterlaufen und uns über diverse Wanderwege so pi mal Daumen unseren Weg bahnen. Wir konnten ja sehen wo wir gestartet sind und wo demnach das Auto stehen sollte.  Die Sonne war übrigens bei uns. Die ganze Zeit. Der ein oder andere Post auf dem ein oder anderen Blog den ich lese verfluchte den Tag als diesig oder sauwettrig bis hin zu nass.

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Auf dem Weg zurück machten wir noch Halt an einem Gemüsehof der Sonntags wohl immer auf hat und eigentlich alles verkauft, also auch die ganze Palette an Bio/ Demeter/ Eso/ Bio/ Ich-hab-irgendeine-Unverträglichkeit-die-mich-interessanter-macht-Food. Es war die HÖLLE auf diesen Parkplatz zu kommen weil sich scheinbar so ziemlich JEDER Mensch Ü60 in den Kopf gesetzt hatte, an so einem wundervollen Tag mal auf den Biphof zu fahren.

Aber, was musste, das musste, denn der Mann hatte schon zu Beginn der Wanderung angefangen von Mettwürsten zu reden ( Seine Nemesis) und am Ende der Wanderung hatte er die Hörnchen auch soweit, das sie nichts anderes mehr im Kopf hatten als jetzt Mettwürstchen zu essen.

Das muss man einfach verstehen. Bergländer und Mettwurst, das ist einfach wie…ich weiß nicht, ich glaube das kann man nicht in Worte fassen. JEDER mag hier Mettwurst. Ich glaube ich kenne niemanden, der keine Mettwurst mag. Es gibt nur unterschiedliche Abhängigkeitsgrade. Von „Ich brauch alle zwei Monate meine Mettwurst, sonst werd ich unleidlich“ bis „Blutgruppe Mettwurst“ gibt´s hier alles. Der Mann ist mehr „Blutgruppe Mettwurst“, aber das ist okay, es ist erblich, er hat es von seinem Vater. Kann aber auch kulturelle Prägung sein. Mettwurst essen ist hier Tradition. Wer mag, der informiere sich mal bei Wikipedia über Kottenbutter als Teil der bergischen Kaffeetafel 🙂

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Auf dem Hof gab es Rosenkohl am Strunk. Ich bin ein Freund von Rosenkohl am Strunk. Sieht halt einfach nett aus. Und sorgt glaube ich bei so ziemilch jedem Stadtkind für große Augen. So wächst das also?! Großartig!

Generell war dieser Hof ganz nett. Der feuchte Traum eines jeden Berliner Hipsters und jeder Ökomutti mit Nido-Abo. Die haben nicht nur frische Produkte zu „vooooooll fairen Preisen“ (hust), sondern auch noch Viecher vor der Tür. Zwei Ponies zwischen vielen, vielen Hühnern und Gänsen. Und ne Bratwurstbude für Papa.

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Schwarze Schwäne gab´s auch. Fiese Viecher. Denen ist einfach nicht zu trauen. Die sind einfach nur auf Stress aus. Immer. Und völlig grundlos.

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Alles in allem wieder wundervoll! Wir wohnen umgeben von Idylle. Und die will erkundet werden!

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Wandern im Neandertal!

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Auch der Sonntag blieb nicht ungenutzt! Die Beine waren zwar etwas schwer, aber da Wetter war einfach zu gut um nicht nach draußen zu gehen. Kaiserwetter!
Zusammen mit A- und B-Hörnchen starteten wir in Hochdahl-Milrath, machten eine Schleife vorbei an der Winkelsmühle, die sich hemmend zu einem wunderschönen Wohnhaus umgebaut hat, durch das Neandertal Bis zum dortigen Museum und in einer Kurve zurück. So kamen knapp 10 Kilometer zusammen.

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Daheim gab es eine Runde Apfelpfannkuchen. Mit Zimt und Zucker. Einfach herrlich!

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