Dave Hause im Gloria, Köln, 26.11.2013

Bei diesem Konzertbericht muss ich das Pferd ein bisschen von hinten aufzäumen. Bzw. erst einmal von ganz vorn.
Köln. Wie schon mehrfach erwähnt ist Köln einfach nicht meine liebste Stadt. Ich führe das auf eine spätkindliche Prägung zurück, da ich von meiner Mutter einmal an einem Samstagzum shoppen in die Kölner Innenstadt geschlörrt wurde. Die Hölle! Weitere Erfahrungen zu der Stadt machte ich nur als Autofahrer. Irgendwie bin ich immer nur durch Zufall mit dem Auto in Köln gelandet wenn ich aus Bonn kam. Eine Abfahrt falsch genommen und schon hängt man irgendwo in Portz. Gruselig.
Sonst habe ich mich jedoch nie wirklich mit Köln beschäftigt. Meine Meinung stand immer fest. Doch sie wackelt. Das Konzert gestern War im Gloria, dass einfach mal mitten in der Stadt liegt. Da das A-Hörnchen gefahren ist hatte ich als Beifahrer Gelegenheit mich ein bisschen umzusehen. Und da War einiges recht hübsch. Auch wenn es innerlich ein Moloch von einer Stadt ist. Wir fuhren um einen wunderschönen Weihnachtsmarkt in der Nähe der Spiegelgasse herum auf dem ich gerne gehen würde. Und ich möchte mir sehr gerne mal die großen Kirchen der Stadt ansehen, abseits des Doms. Also Kölle, du sollst deine Chance bekommen.
Zum Konzert.
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Das Gloria ist eine schnuffige Location, ein kleines altes Theater. Nicht zu groß, nicht zu klein. Dave Hause kannte ich vorher nicht wirklich, hatte mir nur ein paar Lieder angehört und mich ansonsten auf den Geschmack meiner Konzert-Buddys verlassen. Großer Fehler wie sich in dem Fall rausstellen sollte!

Dave Hause kennt man als Frontmann der Punkband The Loved Ones. Auch war er gemeinsam mit Chuck Ragan, Brian Fellon von The Gaslight Anthem und Dan Andriano und Joe Ginsberg Teil der Revival Tour 2011 (für Erklärungen dazu bitte dem linken Filmen).
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Der kleine Mann auf der Bühne war mir mäßig sympathisch. Die Stimme ist super,  aber ich bin nicht so der Freund von Gitarren. Als Teil eines Bandkonzeptes super. Vielleicht wenns sein muss auch Solo. Aber sonst nicht so. Er wurde von einem zweiten Typen, dessen Namen ich nicht verstanden habe auf einer weiteren Gitarre begleitet. Kein Bass. Kein Schlagzeug. Die ziemlich lahmen Songs wurden von Balladen auf dem Piano unterbrochen. Ich trank Kölsch. Es ging nicht anders.

Mein Highlight- und jetzt kommen wir zum Gaul vom Anfang- war Hauses Duett mit seinem Opener, Matt Goud, alias Northcote! Also eigentlich War nicht das Duett das Highlight, sondern sein ganzer Auftritt vorweg.
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Ein Bild von einem Mann! Riesig, bärtig, charmant, Kanadier. Viel Witz, ein super Draht zum Publikum und eine tolle Stimme die er für ein tolles Set an Stücken nutze. Hütet auch nur Gitarre, ändert wie gesagt, nur eine und somit wohl dosiert.
Vielleicht war es auch einfach seine tolle Show, die mir den Auftritt von Dave Hause selbst noch blasser erscheinen lies.
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Wer mag,  wer Zeit hat, der sollte sich auf einschlägigen Video- oder Musikportalen mal was von Northcote anhören, es lohnt sich! Mir hat Matt Goud auf jeden Fall den Abend gerettet!  ♥
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