Vom Küchencountdown und Kleinanzeigen…

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Gestern war ja ein so sehr vollgepackter Tag! Erstmal musste ich in die Uni, um noch ein paar organisatorische Dinge in der letzen Vorlesungswoche zu erledigen. Einen Schein einsammeln und eine Anmeldung zu einer Klausur einreichen. Sekretariate haben ja immer nur von 12 bis Mittags auf, daher war ich überrascht, dass hier diesmal alles reibungslos lief. Das Wetter war den ganzen Tag instabil bis beschissen und da die Uni so hoch auf dem Hügel liegt, ist ein Gewitter da oben noch unangenehmer. Jedenfalls wenn man weiß, dass man das Gebäude noch einmal verlassen muss, um nach Hause zu kommen.

Vor ein paar Tagen starb in der Küche unser Untertischgerät. Der Wasserhahn spukte nur noch Dampf und heißes Wasser, wie ein kleiner Drache. Nicht gut. Weil es echt unpraktisch ist, in der Küche KEIN heißes Wasser zu haben. Es musste also schnell Ersatz beschafft werden. Bei den Preisen, die ich auf Anhieb ergoogelt hatte, wurde mir spontan etwas schlecht, die Dinger können ja wirklich schweineteuer sein. Also dachte ich, ich greife auf ebay-Kleinanzeigen zurück.

Bisher bin ich damit immer prima zurecht gekommen, immer nette Leute und astreine Ware. Gestern dann der Abholtermin in Hagen (HAGEN verdammt! Mit Westphalen KANN man einfach keine Geschäfte machen!!!). Begleitet wurde ich von meinem Freund Wolf, der mir die Autofahrt versüßte und mit dem es eine helle Freude ist, einfach durch die Gegend zu fahren. Man entdeckt einfach so herrlich viel und in Dingen, die uns gefallen, sind wir uns sehr ähnlich.

Wir kamen also in Hagen an. War auch gar nicht so schwer zu finden, da mal eine Freundin von mir in der Ecke wohnte, habe ich mich auch gut zurechtgefunden. Der Endreißiger-Vollasi-Minipli-Vokuhila-Arbeitslose, der sich uns vorstellte, war mir suspekt, aber nicht unsympathisch. Skeptisch wurde ich, als das Gerät, welches er uns präsentierte, ein ganz anderes war, als das, welches er im Internet angeboten hatte. Aber, der Wolf sagte, auch das sein eine gute Marke und ich vertraute darauf, dass das Ding funktioniert. Und hey, es gab eine Hoffnung auf warmes Wasser in der Küche.

Wir nahmen es also mit und fuhren erst einmal wieder Richtung Wuppertal, um uns um die Besorgungen für die Küchenrenovierung zu kümmern. Ihr müsst wissen, dass der gute Wolf gerade sein erstes Staatsexamen bestanden hat und nun bis November Zeit hat, bevor er ins Referendariat geht. Der arme Kerl, völlig unterfordert. Und gelangweilt. Dazu aber später mehr.

Als unser Nachbar am frühen Abend das defekte Gerät abbaute und das neue, gebrauchte angeschlossen hatte passierte, na, ihr werdet es euch denken: NICHTS! Das Ding war hinüber, absoluter Schrott, nicht funktionstüchtig. Ich den Streuner also angerufen und mich beschwert, dass das Ding kaputt ist. Er würde mir ein Angebot machen: Er hätte noch ein original verpacktes Gerät, dass er mir für nen Zehner mehr verkaufen würde. Was sollte ich tun, ich wollte ihm seinen Sondermüll an den Kopf schmeißen und heißes Wasser, also fuhr ich nochmal nach Hagen und biss in den sauren Apfel.

Mit dem Ding, das wir nun haben, können wir aber zufrieden sein. Es war neu, es ist von Zanker und war dafür sehr günstig. Jetzt haben wir wieder richtig heißes Wasser in der Küche. Spruch des Tages von dem Typen: „Ich bin ja schon ein Zigeuner, aber so ein Zigeuner bin ich auch nicht, dass ich euch absichtlich ein defektes Gerät verkauft hätte.“

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Wie schon erwähnt, waren der Wolf und ich auf Beutezug in Baumärkten unterwegs. Die Renovierung der Küche steht kurz bevor. Und es wird sehr viel Arbeit werden:

  • Die Küche ausräumen
  • Die Hängeschränke abnehmen
  • Die Tapeten abreißen (darauf freue ich mich!)
  • Tapetengrund auftragen
  • Tapezieren
  • Mit unterschiedlichsten Farben Decke und Wände streichen (eigentlich nur in dunkelgrau und weiß, aber verschiedene Farbarten, also Latex und Normale Wandfarbe)
  • Küchenschränke wieder aufhängen, nutzlose Dunstabzugshaube weglassen
  • An der Stelle Regalböden einsetzen
  • Küchenfronten abschleifen
  • Küchenfronten grundieren
  • Küchenfronten lackieren
  • Wieder montieren
  • Freuen

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Oh je, so wie es oben steht, wirkt es wirklich unfassbar anstrengend und viel. Aber ich habe viele fleißige Hände, die mir helfen wollen, worüber ich mich sehr, sehr dolle freue! Ich denke mal es wird wirklich lustig und das Ergebnis wird hoffentlich super! Wehe wenn nicht….natürlich wird es Vorher-Nachher-Bilder geben und Statusupdates, wie es läuft. Im Bild unten sehr ihr schon, welche Farbe die Küchenfronten bekommen…..

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Zeitplan:
Donnerstag= Küche ausräumen
Samstag= Tapeten abreißen und grundieren
Sonntag= Neu Tapezieren
Montag= Streichen
Dienstag= Küchenschränke wieder montieren, Fronten abschrauben, abschleifen und grundieren
Mittwoch= Lackieren

Ich hoffe, dass das alles so passt….

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